PR-Stunt oder Tabubruch?

Mit seiner umstrittenen Plakat-Kampagne sorgt True Fruits für Wirbel

Darf man das oder darf man das nicht? Mit seiner deutschlandweiten Plakat-Kampagne zur Einführung von zwei neuen Säften mit Chiasamen stößt das Bonner Unternehmen true fruits in München auf Widerstand. So untersagte die Stadt die Plakatierung von drei Motiven und genehmigte lediglich den Slogan „Besamt & befruchtet“. Kurzerhand entwickelte true fruits Plakate, auf dem die Zensur thematisiert wird. Auf diesen teilt das Unternehmen mit, dass es verpflichtet wurde, seine Plakate zu zensieren, da diese anstößige und geschmacklose Äußerungen enthalten sollen.

Chia-Kampagne_1Chia-Kampagne_2

Dennoch kommen die Münchner in den Genuss der untersagten Samensprüche, denn auf Privatgrundstücken ist deren Plakatierung erlaubt. Zwei Riesenposter mit dem Slogan „Oralverzehr- schneller kommst Du nicht zum Samengenuss“ können jeweils auf der Briennerstraße (99m² Plakatfläche) und auf der Leopoldstraße (120 m²) bestaunt werden.Weitere 10 deutsche Städte haben alle Motive genehmigt, darunter Hamburg, Dresden, Frankfurt und Berlin.

true fruits-Mitgründer und Marketingchef Nicolas Lecloux beklagt sich dennoch: „Warum dürfen wir als Unternehmen nicht so kommunizieren, wie wir es auch privat machen? Wir finden die Sprüche lustig. Als wir erfuhren, dass München unsere Plakate nicht erlaubt, wollten wir der Stadtverwaltung nicht klein beigeben und haben auf diese Weise gehandelt. Wir lassen uns den Mund und Humor nicht verbieten.“

Über Detlev Brechtel 92 Artikel
Editor-in-Chief & Digital Strategy.
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