Zwischenbilanz für Out of Home: „Outperform!“

Außenwerbung punktet im schwächelnden Werbemarkt.

Mit 5,6 Prozent Umsatzzuwachs setzt sich Out of Home auch in diesem Jahr deutlich vom bislang schwach wachsenden Gesamtmarkt (plus 1 Prozent) ab. Während die Medien von Januar bis Juli 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt rund 164 Millionen Euro an Bruttoumsatz hinzugewinnen, steigen die Spendings allein für Out of Home in diesem Zeitraum um mehr als 59 Millionen Euro und damit um den zweithöchsten Betrag im Gesamtmarkt.

Lediglich der große Mitbewerber Fernsehen schneidet mit einem Plus von 120 Millionen Euro besser ab, alle anderen Medien bleiben weit zurück.

Das hervorragende Ergebnis von Out of Home im bisherigen Jahresverlauf führt zu einer erneuten Steigerung des Marktanteils auf 6,7 Prozent (2016: 6 Prozent). Der Vorsprung gegenüber Radio wird ausgebaut, der Abstand zu Online deutlich verringert. So lautet die Bilanz des aktuellen Werbetrends von Nielsen Germany zu den Bruttowerbespendings 2017.

Out of Home ist dort, wo die Menschen sind

„Megatrends wie die zunehmende Urbanisierung und Mobilität der Menschen sind unbestreitbare Fakten, mit denen eine kontinuierlich steigende Relevanz von Out of Home für die Ansprache der Konsumenten einher geht“, kommentiert Jochen C. Gutzeit, Geschäftsführer des Fachverbands Aussenwerbung (FAW). Dieser Zusammenhang fließe immer häufiger in die Mediastrategien der Werbung treibenden Wirtschaft und der Agenturen ein.

„Ein Beleg dafür ist auch, dass das früher so oft zitierte Sommerloch im Werbeumsatz nicht existiert, zumindest nicht in der Aussenwerbung!, so Gutzeit weiter. „Von Mai bis Juli weist Out of Home überdurchschnittliche Zuwachsraten zwischen 6 und 9 Prozent aus – weil unser Medium dort ist, wo die Menschen sind, auch und gerade in den Sommermonaten.“

Über Detlev Brechtel 108 Artikel
Editor-in-Chief & Digital Strategy.
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