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Endlich geht’s los: Die „Elphi“-Eröffnung elektrisiert Hamburg

An beiden Eröffnungstagen präsentiert die Elbphilharmonie auch dem Publikum außerhalb des Gebäudes eine Inszenierung der besonderen Art. Der historische Kaispeicher, die gläserne Fassade, die Plaza – all das wird während des Eröffnungskonzerts zur Leinwand eines spektakulären Licht- und Farbenspiels. Die Musik, die im Großen Saal erklingt, wird in Echtzeit in Farben und Formen übersetzt, die auf das Gebäude projiziert werden.

Die Kraft der visuellen Inszenierung

Die imposante Lichtinszenierung ist von Süden und Westen aus zu sehen. Die Musik zum Bild kann über den Radio-Livestream des NDR gehört werden. Als Teil der Live-Übertragungsangebote des NDR Fernsehen wird das Lichtspektakel auch online und im Fernsehen zu sehen sein.  Des Weiteren bieten Barkassenunternehmer eigene Fahrten mit Musikübertragung an.

„Die große Lichtinszenierung zur Eröffnung wird die Elbphilharmonie und ihre einzigartige Architektur auf unvergessliche Weise von ihrer besten Seite zeigen“, so Michael Otremba, Geschäftsführer der Hamburg Marketing GmbH. „Das Lichtspektakel macht Musik visuell erlebbar und schafft somit genau diese spannende Verbindung – wir wünschen uns, dass dieses Bild um die Welt geht.“

Große Zahl an Unternehmen pusht „Elphi“-Marketing

Hinzu kommen Plakatierungen in ganz Hamburg, selbst Institutionen und Gebäude werden zu Ehren der „Elphi“ illuminiert. Das Projekt wird unter anderem vom City Management Hamburg, der Hamburger Hochbahn mit ihrem Fahrgastfernsehen, dem Flughafen Hamburg mit diversen Anzeigenflächen am Airport und Außenwerber Ströer mit fast 140 Videoflächen etwa im Hauptbahnhof unterstützt.

Sehr cool: Interaktiver Drohnenflug durch Gebäude und Außenterrassen – einfach Selbstfliegen per Leertaste https://countdown.elbphilharmonie.de/de/slowmotion/#!/

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„Alles, woran man glaubt, beginnt zu existieren“

Dieses Zitat der kürzlich verstorbenen österreichischen Schriftstellerin Ilse Aichinger steht paradigmatisch für die Initiative „Zeit für ein Zitat“. Ziel ist, Literatur und Philosophie im öffentlichen Raum in Form von Plakaten zu präsentieren: „Zitat-Plakat“ und „Zitat-City Lights“ in der Stadt, dort wo hohe Frequenz und hohe Verweildauer herrschen.

„‘Zeit für ein Zitat‘ ist eine Einladung der Gewista zum Nachdenken, Nachlesen, Reflektieren – gerade in Zeiten, da der öffentliche Raum immer stärker zur Bühne gesellschaftspolitischer Auseinandersetzungen wird.

Impulse für den eigenen Alltag

Die Zitate sind wie ein Stachel, der unseren Alltag unterbricht und uns dazu zwingt, anders zu denken, Impulse aufzunehmen und die eigene Situation zu überdenken“, sagt Karl Javurek, CEO der Gewista und Präsident des Vereins Out of Home Austria.

Sechs Zitate von fünf AutorInnen wurden 2016 ausgewählt: Menschenwürde, Aufruf zur Mündigkeit und die bedrohte Freiheit des Individuums sind durchgängiges Leitmotiv:

„Das Halbverstandene und Halberfahrene ist nicht die Vorstufe der Bildung, sondern ihr Todfeind.“ (Theodor W. Adorno)

„Wo die Gewalt absolut herrscht, da schweigen nicht nur die Gesetze, sondern alles und alle.“ (Hannah Arendt)

„Alles, woran man glaubt, beginnt zu existieren.“ (Ilse Aichinger)

„Am Ende werden sie uns ihre Freiheit zu Füßen legen und zu uns sagen: ‚Macht uns zu euren Sklaven, aber füttert uns‘.“ (Fjodor Michailowitsch Dostojewski)

„Ohne Wissensbildung keine Gewissensbildung.“ (Friedrich Heer)

„Sanfter Terror vernichtet nicht weniger als harter Terror.“ (Friedrich Heer)

„Zeit für ein Zitat“ wird seit mittlerweile 34 Jahren durchgeführt und ist aktueller denn je. Mehr als 200 Gedichte und Zitate von über 180 Literaten, Philosophen, Künstlern und Intellektuellen wurden in den vergangenen Jahren, in Form von 300.000 Plakaten, öffentlich ‚angeschlagen‘. Ein wichtiger Beitrag zur Literatur- und Leseförderung, ein Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs.

Wien denkt nach – auf Plakaten

Zu sehen sind die Zitate über den Jahreswechsel 2016/17 auf über 100 City Lights und etwa 1.500 Kulturplakatflächen in ganz Wien. Die Initiative erstreckt sich über das gesamte Jahr: immer wieder werden im Bogenformat Zitatplakate affichiert – als „Einladung zum Nachdenken“.

Interessierte können – gegen Ersatz der Herstellungskosten – Poster anfordern (Mail an: ramona.kordesch@multiart.at).




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Coole Verkehrserziehung: BMW’s moving billboard

In Belgien gibt es lecker Fritten, Schokolade und Bier. Und beleuchtete Autobahnen. Aber keine Winterreifenpflicht. Um darauf hinzuweisen, dass ab 7 Grad Celsius kein Sommerreifen der Welt mehr so richtig schnell zum Stillstand stoppt, hat BMW eine schöne Installation entwickelt. Das mobile CLP,  das sich am Straßenrand auf Schienen beweglich verschieben lässt, soll für den kleinen Aha-Effekt im Straßenverkehr sorgen: Hoppla, bei Winterwetter würde ich jetzt da vorne stehen! Tolle Idee, eindrucksvoll umgesetzt von der Agentur Air Brussels.

https://www.youtube.com/watch?v=BVwBfu3r5jA




Quelle: viscom / Behrendt & Rausch Fotografie

viscom 2016: Impulse, Innovationen, Investitionen

Es sind ganz neue Erfolgsgeschichten wie die von Tobias Kuttner, die auf der viscom 2016 geschrieben werden. Der 46jährige Berliner stellt hochwertige, druckveredelte  Verpackungen her – und die kommen richtig gut an. Zum Kundenstamm der Firma „paper addicts“, die erst seit 2014 am Markt ist, zählen inzwischen Automobilgrößen wie BMW und Volkswagen. Auf der viscom kamen Aufträge und Anfragen aus der Lebensmittelindustrie, dem Verlagsgeschäft und von Schweizer Schmuckmanufakturen dazu.

So wie Tobias Kuttner geht es vielen der insgesamt 307 Aussteller (Vorveranstaltung 325) aus 29 Nationen, die zur Jubiläumsveranstaltung nach Frankfurt kamen. Die vor 30 Jahren als Treffpunkt  für Werbetechnik, Lichtwerbung und Textilveredelung gegründete Messe hat sich im Zuge der technologischen Entwicklung im Digitaldruck und der digitalen Revolution in der visuellen Kommunikation zu einer Veranstaltung entwickelt, die unter dem Motto „we connect“ beide Welten zusammenbringt. Mit insgesamt 9.184 Fachbesuchern blieb die viscom jedoch aufgrund des starken Messejahres mit der alle vier Jahre stattfindenden drupa unter dem Niveau der Vorveranstaltung (10.064).

Insgesamt kamen Fachbesucher aus 71 Nationen. Außer den westeuropäischen Kernländern waren speziell Besucher aus Osteuropa und Skandinavien gut vertreten. Doch auch außereuropäische Kunden – speziell aus den USA, Japan und dem arabischen Raum – waren mit einem Anteil von fast zehn Prozent der Auslandsbesucher überdurchschnittlich repräsentiert. Dass sich die Anreise selbst aus Südafrika lohnt, unterstreicht Ignace van Goethem, Managing Director, Geneva AD Display Systems: „Die viscom besticht vor allem durch technische Innovationen. An erster Stelle stehen für mich dieses Jahr die Maschinen-Neuheiten aus den Bereichen Laser Cutting und Textildruck.“

Innovationen zwischen Technik und Design

Doch inzwischen wird die viscom auch im Bereich Interior Design immer interessanter, wie Sylvana Albayrak von Procédés Chénel aus Frankreich betont: „Wir hatten viele Werbe- und Kommunikationsagenturen, Shopfitter, Dekorateure und Designer am Stand. Dabei kamen einige Besucher mit ganz konkreten Projekten auf uns zu und wir sind in der Planung für die Deckengestaltung in zwei Shops.“

„Egal ob digital gedrucktes Großformat, textiler Werbebanner, Display am POS, hochwertig druckveredelte Verpackung oder virtuell in Szene gesetzte Produktpräsentation – die viscom bringt die Werbepraxis und die Welt der visuellen Markenkommunikation unter einem Dach eindrucksvoll zusammen“, so viscom-Director Petra Lassahn, die seit 2006 die internationale Fachmesse für visuelle Kommunikation leitet. Technische Innovationen im Digitaldruck, kreative Inspirationen und die Informationsvermittlung in Wissensformaten und Workshops stehen dabei im Vordergrund.

Eine Form der Markttransparenz, die bei Fachbesuchern auf sehr gute Resonanz trifft, wie Sheldon S. Nazaré vom RING Grafischer Fachhändler in Köln betont: „Als Repräsentant der Druckindustrie, einschließlich des Digital- und 3D-Drucks, ist die viscom für mich d i e Networking-Plattform. Ich muss nicht die ganze Welt bereisen, sondern kann alle für mich wichtigen Ansprechpartner auf der Messe unter einem Dach treffen.“ Ein Vorteil, den nicht nur Sheldon S. Nazaré nutzte.

Inspirationen führen zu Investitionen

Groß war die Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen. Das zeigen die Ergebnisse der repräsentativen Besucherbefragung, die von einem unabhängigen Marktforschungs­unternehmen repräsentativ erhoben werden. Demnach kam die Hälfte aller Besucher mit konkreten Investitionsabsichten zur viscom. 30 Prozent davon mit einem Investitionsvolumen von mehr als 50.000 Euro, fast 15 Prozent mit einem Budget von über 200.000 Euro.

Impulsgeber für erfrischend neue Ideen – dafür steht die viscom wie keine zweite Messe in Europa, wie Besucher immer wieder betonen: „Die Inspirationen, die wir von der viscom mitnehmen, sind für uns wichtig, um unsere Kunden gut beraten zu können“, so beispielsweise Daniela Dulitz von der Werbeagentur Schipper Productions.

Hotspot dessen war erneut die viscom world of inspiration, die Innovationen und Best-Practices aus allen Segmenten präsentierte. Die Sonderfläche bot Unternehmen die zusätzliche Möglichkeit, Technologien, Produkte oder Dienstleistungen, von Verfahren über Materialien sowie Design bis hin zum finalen Produkt, eingebettet in die gesamte Prozesskette, zu zeigen. Mit Matchmaking-Events, dem designers’ treff und Lunch & Learns war das Areal der Ort für Networking und Wissensvermittlung. Insgesamt 96 Vorträge gaben einen Einblick in die Trends der Branche.

Die kommende viscom findet 2017 in Düsseldorf statt.

Ausführliche Informationen finden Sie unter www.viscom-messe.com