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Ausgabe 05/2008

Telekom will mitgestalten


Unit für Out-of-Home Media beschwört den Einstieg der Außenwerbung ins digitale Zeitalter.

Kein anderes Thema befeuert derzeit Prognosen zur Zukunft der Außenwerbung so heftig wie ?Digital Out-of-Home?, sehr zur Freude der Deutschen Telekom. Ohne große Umwege über die klassische Plakatwerbung ist sie mit ihrer vor zwei Jahren gegründeten Unit Out-of-Home-Media in den Markt eingestiegen, in dem sie als Anbieter elektronischer Werbeträger für den öffentlichen Raum indoor wie outdoor deutliche Akzente setzen will. Erklärtes Ziel bis zum Jahr 2013: Ein Platz unter den Top 3 Außenwerbungsunternehmen in Deutschland.
Da kommt der einsetzende Umbruch in der Definition und Wahrnehmung dessen, was ?Out-of-Home? ist und künftig sein kann, gerade recht. Die Telekom hat ihre Position dazu in einer Darstellung ihres neuen Geschäftsfelds deutlich umrissen: ?Die Zukunft der Informationsgesellschaft ist elektronisch. Kommunen sind gut beraten, wenn sie ihre Stadtmöblierung schon heute darauf ausrichten?.
In neun verschiedenen Produktlinien bietet die in Bonn ansässige Out-of-Home Media Deutsche Telekom Fahrgastunterstände, Mega-Light-Poster, City-Light-Poster und City-Light-Säulen, zum Teil auch als CLS-Infopoints, dazu Uhren, Wasserspender, Haltestellenmaste und vollautomatische Toilettenanlagen. Ihre bisher bekannteste Stadtmöbelserie heißt Trilite, das Ergebnis eines von der Telekom eigens ausgeschriebenen Designwettbewerbs. Der Frankfurter Designer Olaf Barski entwickelte das System, das schnelle Orientierungsmöglichkeiten und angenehme Wartebereiche schaffen soll. Der modulare Aufbau des Fahrgastunterstands erlaubt die Integration weiterer Elemente wie Paneele zur Fahrgastinformation oder Sitzgelegenheiten, City-Light-Poster können direkt an diesem Stadtmöbel oder auch freistehend installiert werden. Immer dabei sind digitale Elemente, beispielsweise bei der Fahrgastinformation mit Touchscreen.

Optimale Ausschöpfung der Vermarktungsmöglichkeiten
Urbanität bedeute Interaktion, postuliert der neue Player und empfiehlt sich Städten und Gemeinden als Partner für Gesamtlösungen. Stadtmöblierung und Außenwerbung öffneten den Raum für die Kommunikation und ließen bürgernähe Plätze der Öffentlichkeit entstehen ? ?mit hochwertigem Public Design, das erfolgreich ans digitale Zeitalter anschließt?. In punkto Erfahrung und Kompetenz verweist die Telekom auf ihr Know-how und ihre deutschlandweite Präsenz in der digitalen Medienwelt, seit Jahren ist sie in allen Kommunen zu Hause. Ihr gut ausgebautes Breitbandnetz bietet beste Voraussetzungen für flächendeckend realisierbare interaktive Werbeformen in allen Spielarten.
Mit dem Ausbau von VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) können Videos, DVDs und Internet-TV künftig mit Übertragungsraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde abgespielt werden, dazu werden breitbandige 3D-Botschaften mit direkter Interaktion möglich sein. Kinetische Beleuchtungskonzepte, Fahrgast-TV und Out-of-Home-Internetzugang sorgen für Information und Unterhaltung, und dies alles mit konkreten finanziellen Vorteilen für die Städte durch die geplante elektronische, das heißt schnelle und flexible Bestückung der Werbeflächen und damit ?optimale Ausschöpfung der Vermarktungsmöglichkeiten?.

3700 Telestationen können für Werbung gebucht werden
So schnell und flexibel wie die digitale Außenwerbung sind die Städte mit ihren Werbenutzungsverträgen allerdings nicht, zumal deren bestehende Vermarktungspartner der Telekom das Feld nicht einfach überlassen werden ? erfahrene Stadtmöblierungsspezialisten wie Ströer, Wall, JCDecaux und die Degesta investieren ihrerseits in den Ausbau elektronischer Out-of-Home-Medien. Bisher beackert die Out-of-Home Media Deutsche Telekom ihr Feld daher in erster Linie jenseits der vertraglich fest vergebenen öffentlichen Räume: Sukzessive stattet sie ihre insgesamt 30.000 Telefonstationen mit Screens aus. Mittlerweile sind 3.700 solcher TeleStationen mit neuester digitaler Bildschirmtechnik für Bilder und Video in zahlreichen deutschen Großstädten installiert und für Werbungtreibende zu buchen. An Autobahnraststätten wird ein Werbeträgernetz aus City-Light-Postern aufgebaut.
Mit besonderem Engagement hat sich die Telekom den digitalen Indoor-Medien zugewandt. Flughäfen und Einkaufszentren scheinen ideales Terrain für Screens mit interaktiver Werbung. Hier gibt es bereits Erfolge zu vermelden: Mit der Kölner Lanxess-Arena ist die junge Out-of-Home-Unit ebenso im Geschäft wie mit dem Flughafen Stuttgart, an dem auch der Testbetrieb für ihr neues Interactive Citylight Display (ICLD) angelaufen ist. Einzelheiten dazu im Bericht ab Seite 22.