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Ausgabe 05/2009

Web-to-Print für LFP-Produkte und mehr


Die italienische Web-to-Print-Digitaldruckerei Pixart will bald auch in Deutschland mit einem deutschsprachigen Portal Digitaldruckdienstleistungen anbieten.

Digitales Plotten ist eine der vielen Dienstleistungen von Pixart.
Digitales Plotten ist eine der vielen Dienstleistungen von Pixart.

In Marghera und Mestre  quasi in Sichtweite der Lagunenstadt Venedig  befinden sich die Produktionsstandorte der Internet-Druckerei Pixart. Bereits recht früh im Jahr 2000 hatte sich CEO Matteo Rigamonti entschieden, digital hergestellte Drucksachen via Internet zu vermarkten. Wir glauben, dass Pixart.it auch deutschen Geschäfts- und Privatkunden einen starken Service im Bereich Digitaldruck anbieten kann. Grafiker, Messegestalter, Agenturen und viele andere Kunden finden ein Portal, welches vom Druck der Visitenkarte über komplette Geschäftsausstattungen und Werbematerialien bis hin zu Bannern oder Postern ein sehr breites Angebot im Bereich Digitaldruck offeriert.

Umfangreicher LFP-Maschinenpark

Über 60.000 Kunden europaweit habe Pixart mittlerweile, teilte das Unternehmen kürzlich bei einer Pressekonferenz für die deutsche Fachpresse mit. Jüngst wurde mit dem Kauf von sechs HP Indigo 7000s  in Europa zurzeit eine der größten Einzelinstallationen  der Maschinenpark komplettiert. Des weiteren besteht er überwiegend aus einer beachtlichen Anzahl von Großformat-Drucksystem mit entsprechenden Verarbeitungskapazitäten: 15 Roland SJ 3 Soljet-Printern, zwei KIP-Color-80-Printern, zwei Roll-to-Roll Durst Rho 320 R, je einem Durst Rho 800 und Rho 700 Flachbettdrucker und einem Océ Arizona 350 XT Flachbett-System. Für Schneidearbeiten stehen acht Maschinen von Zünd bereit. Für Offsetaufträge bedient man sich in Marghera seit kurzem einer Komori LS 29 Vierfarbdruckmaschine. Mit diesem Maschinenpark auf 7.000 qm Produktionsfläche und über 80 Mitarbeitern schaffe Pixart 1.200 Auslieferungen täglich, zumeist in Europa und mit Lieferzeiten von 24 bis 48 Stunden.

Mit Web-to-Print zum Druckauftrag

Mit der aktuellen Version der Website www.pixart.it, die voraussichtlich ab Januar 2010 auch in deutscher Sprache online sein soll, steht Kunden ein Printportal zur Verfügung, das sehr übersichtlich und klar strukturiert durch eine Reihe von Funktionalitäten den Workflow (Open Shop) erheblich vereinfacht. Die Auswahl ist sehr vereinfacht aufgebaut, dies gilt auch für komplexe Produkte. Eine Vorschau auf dem Bildschirm visualisiert zudem das fertige Druckergebnis.

Für die sichere und perfekte Abwicklung sorgen der PDF-Standard der angelieferten Druckdateien sowie die X-Rite-Farbkalibrierung. Zum Angebotsspektrum zählen: Allgemeine Geschäftsdrucksachen, Visitenkarten, Briefpapier, Grußkarten, Datenblätter, Bedienungsanleitungen, Flyer und Werbebroschüren, Kataloge, Broschüren, Info-Blätter, Großformatdrucke, Drucke auf Forex, Plexiglas, Eurobond, MDF, Poster, City Light Poster, Banner inklusive, Roll-up-Systeme, Werbemittel, POS-Materialien sowie Bindung und Laminierung. Auch der Fotohandel, so betont das Unternehmen, könne mit dem Pixart-Geschäftskonzept völlig neue Betätigungsfelder erschließen.

Als DTP-Studio gegründet

Der italienische Web-to-Print-Spezialist wurde im Mai 1994 als DTP- und Scanstudio gegründet. Im Jahr 2000 entschied sich das Unternehmen, eine Internet-Plattform für den Digitaldruck zu entwickeln und die gesamten Geschäfts- und Produktionsprozesse darauf auszurichten. Um den stetig steigenden Druckanforderungen und Druckmöglichkeiten gerecht zu werden, investierte Pixart in den Aufbau eines umfangreichen Maschinenparks für den Digitaldruck sowie die anschließende Weiterverarbeitung. Auf der Drupa 2008 hatte das Unternehmen die Druckerszene mit dem Kauf von sechs HP Indigo 7000 Digitaldruck-Systemen überrascht.

Motor des Pixart-Erfolgs ist Matteo Rigamonti. Der 1965 in Venedig geborene Gründer und CEO des Unternehmens studierte Wirtschaftswissenschaften und war anschließend als Consultant für Mac-Systeme tätig. Dann folgten Tätigkeiten als Immobilienmakler und als Niederlassungsleiter einer chinesischen Imbisskette namens Pony Express.

Günstige Druckkosten allein reichen nicht

Die ganze Zeit über trieb den rastlosen Venezianer jedoch der Traum an, ein eigenes, großes Business aufzubauen, das im Markt als Pionier und Innovator gilt. Diesen Traum hat er sich mit Pixart verwirklicht. Unsere Strategie ist ganz einfach formuliert er die Zielsetzung des jungen Unternehmens. Um die bestmögliche Qualität zu einem konkurrenzfähigen Preis erzeugen zu können, bedienen wir uns der modernsten Techniken des Marktes. Nur so können wir die Kunden binden. Günstige Druckkosten allein reichen nicht für eine längerfristige Partnerschaft.

Die oftmals angeführte Kostenersparnis allein könne eine Abkehr von der ortsnahen Druckerei nicht begünstigen. Erst die perfekte Abwicklung mit extrem kurzen Produktionszeiten, die kompromisslose Qualitätsprüfung sowie die Sicherheit der maximalen Druckperformance eröffne neue Perspektiven bei der Abwicklung von Druckaufträgen. Wir haben uns sehr früh auf den digitalen Druck spezialisiert, denn er ist einfacher und konstanter als der konventionelle Druckvorgang. Dadurch bekommen unsere Kunden die Produkte schneller, günstiger und in bester Qualität, führt er weiter aus. Web-to-Print sei mittlerweile Mainstream und nicht nur eine Randerscheinung. Laut Prognosen würden zukünftig mehr als ein Drittel der Druckaufträge über diesen Vertriebskanal abgewickelt.

Rationelle Prozesse und Standards

Analysiere man die Abläufe zwischen Planung, Kreation und Produktion, so werde schnell klar, wo durch effektivere, rationellere Prozesse Kosten und Zeit einzusparen sind. Durch die Straffung und Standardisierung im Bereich Druckproduktion zum Beispiel seien erhebliche Einspareffekte in Zeit und Budget möglich. Dies beziehe sich nicht nur auf die eigentliche Abwicklung, sondern auch auf klar definierte Qualitätsstandards. Zusammen führe das zu geringen Kosten und kürzeren Time-to-Market-Reaktionszeiten. Dank der Standardisierung durch PDF-Dateianlieferungen und der X-Rite-Farbkalibrierung könne ein verbessertes Produktions-Controlling greifen. Softproofs sowie Rückfragen beim Dateneingang, wenn etwas nicht schlüssig erscheine, würden die Produktionssicherheit ebenso erhöhen wie das zeitnahe Jobtracking. Nur so sei die Garantie der 24- bis 48-stündigen Verfügbarkeit überhaupt zu realisieren.

Matteo Rigamonti will weiter investieren, neue Produktideen entwickeln und expandieren. Seine Vision: Ich verfolge das Ziel, dass Pixart zu einem Industrie-Standard für hochqualitative Web-to-Print-Services im Business-Bereich wird.

Thomas Fasold