Frischzellenkur für den Schweinebauch

Manchmal muss man halt mit der Zeit gehen, sogar ALDI. Die Großmeister der Schweinebauch-Anzeigen setzen auf einen Werbetrend, der sich mit „Infantilisierung“ ganz nett umschreiben ließe. Die Werbagentur Scholz & Friends schreibt dazu: „Die Schweiz hat ein neues Kind. Das ALDI-Kind. Wenn Supermärkte immer superer werden und Angebote immer gleicher. Wenn Regale immer voller werden und Portemonnaies immer leerer. Dann ist es Zeit für eine neue Zeit. Die Zeit der ALDI-Kinder.“

ALDI-Kinder wollen einkaufen, nicht suchen. Sie kaufen schlau, schauen auf den Preis, sehen aber vor allem die Qualität dahinter. Sie wollen mehr Leistung pro Franken und sind für frische und regionale Lebensmittel. Sie wollen Bio, das sich jeder leisten kann und Produkte, die bei jedem Test überzeugen. Und sie wollen faire Löhne für Mitarbeiter, Partner und Lieferanten. Dafür steht ALDI SUISSE und präsentiert sich selbstbewusst als moderner Discounter, der die Anforderungen der heutigen Gesellschaft an das Einkaufen erfüllt.

Ob das der Wahrheit entspricht, muss jeder für sich entscheiden: Die Kampagne läuft in der Schweiz seit dem 1. Januar 2017 in TV, Out-of-home, Print, am Point-of-Sale sowie in digitalen Kanälen wie Microsites und Social Media. Sie ist die erste Arbeit von Scholz & Friends NeuMarkt für den im Juli 2016 gewonnenen Kunden ALDI SUISSE. Als Partner mit an Bord ist J. Walter Thompson / Fabrikant aus Zürich.
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IKEA will Beacons zum Shopper-Magnet machen

Der Möbel-Riese IKEA experimentiert schon seit einiger Zeit mit Beacons. Nun sind die Schweden Pilot-Kunde bei Österreichs erstem Ambient-Media-Beacon Netzwerk, das vor kurzem in Wien von der Agentur IQ mobile und freecard lanciert wurde. Ziel: Mittels Location Based Services proaktiv mit Push-Nachrichten auf Shopper zuzugehen.

Die Kampagne von IKEA Österreich für die seine „Family App“ soll die Möglichkeiten veranschaulichen, die Location Based Services dem Handel bieten. Die Dienste ermöglichen durch ortsbezogene Daten eine relevante und persönliche Ansprache von Konsumenten.

„Location Based Services-Ansätze schaffen zielgruppenspezifische Möglichkeiten, beispielsweise den Kunden kontextuell zur richtigen Zeit und am richtigen Ort anzusprechen, im Bestfall auch direkt vor der Filiale der Konkurrenz“, sagt IQ mobile-Geschäftsführer Harald Winkelhofer. „Entsprechende Kategorisierungen schaffen es, die Botschaften ideal an den Nutzer anzupassen und so für diese relevant zu werden.“

Kontextbasierte Werbung soll Shopper anziehen

IKEA will  vor allem die Reichweite der IKEA Family-Kampagne durch die Implementierung neuer Drive-to-Store Maßnahmen erweitern. Das Netzwerk von IQ mobile und freecard umfasst unter anderem öffentliche Orte wie Restaurants, Bars, Kinos, Fitnesscenter und Studentenheime.

Locations, wo man leicht und kontextuell passend mögliche IKEA-Kunden ansprechen kann. Die netten Ansagen der Push-Nachrichten, die mittels der kleinen Bluetoothsender potentiellen Kunden direkt aufs Handy gesandt wurden, lauten etwa: „Bist Du ein Hobbykoch? Dann liefern wir dir, was du zum Kochen brauchst bis 30 kg um …!“ 

 




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Greenpeace und die virtuelle Realität

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace setzt ihre interaktive Involvement-Kampagne fort. Als Höhepunkt der aktuellen Arktis-Kampagne der NGO, die mit einer starken Bildsprache auf die Gefahr durch Ölbohrungen hinweist, zeigt ein Virtual Reality-Video auf einem interaktiven Citylight des Vermarkters Epamedia die Schönheiten der Arktis.

Den Passanten bietet sich eine gänzlich neue Perspektive auf einer packenden Reise: Die noch unberührte Natur lässt sich bei einem Spaziergang durch einen Gletscher oder auf einer Schlauchbootfahrt mit Greenpeace-Aktivisten realitätsnah erleben. Begegnungen mit tierischen Bewohnern wie vom Aussterben bedrohten Eisbären, die bei einem Ölunfall ihre Heimat verlieren würden, vermitteln hautnah, was auf dem Spiel steht.

Auf insgesamt 100 Citylights und 2.300 Plakaten rüttelt zudem ein drastisches Sujet die Menschen wach: Ein ölverschmierter Eisbär zeigt die düstere Zukunft, die ihm und der gesamten Tierwelt bei einem Ölunfall im hohen Norden bevorsteht. Mit der ausdrucksstarken Out-of-Home-Kampagne ruft Greenpeace zur Unterstützung einer Petition zur Errichtung eines Schutzgebiets in der Arktis auf.

Eine SMS mit dem Kennwort „ARKTIS“ an die Telefonnummer +43 664 6603030 oder ein Besuch der Kampagnen-Seite http://arktis.greenpeace.at reichen aus, um sich mehr als acht Millionen Unterstützern anzuschließen.

Interaktive CLPs bieten 360-Grad-Virtual Reality

„Out-of-Home bietet uns die Möglichkeit, Awareness zu schaffen und Menschen mit einem klaren Sujet und einer prägnanten Message flächendeckend zu erreichen und zu mobilisieren. Die Verbindung unserer Kampagne mit raschen Interaktionsmöglichkeiten auf dem Smartphone garantiert eine starke Aktivierung und hilft uns, neue Unterstützerinnen und Unterstützer für unser Anliegen zu finden.

Das interaktive Citylight mit dem 360-Grad-Virtual-Reality-Video ist eine enorme Weiterentwicklung in der Interaktion mit Interessenten und weckt Neugierde für die Inhalte. Bewegtbildkommunikation im öffentlichen Raum ist essentiell, um zusätzliche Aufmerksamkeit zu schaffen“, sagt Greenpeace-Marketing Managerin Natalie Zoebl.

„Interaktive Citylights mit Video-Content sind der nächste Schritt, um die Brand Experience auf ein neues Niveau zu heben und eine Schnittstelle zur digitalen Aktivierung zu schaffen. Greenpeace setzt mit der Sonderumsetzung neue Maßstäbe im Storytelling und verbindet die starke Wirkung klassischer Außenwerbung mit einem innovativen digitalen Erlebnis, das die Kampagneninhalte erlebbar macht“, unterstreicht Epamedia-Geschäftsführerin Brigitte Ecker die Vorreiterrolle der wegweisenden Sonderumsetzung.

Hier geht’s zum Video der letzten Greenpeace-Kampagne „Naturparadies in Gefahr“ zum Schutz des Amazonas: https://www.youtube.com/watch?v=i8iLdEsmqSc&t=2s

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Mobile Außenwerbung tracken: Folyo macht’s vor

Das in Wien ansässige junge Unternehmen Folyo bietet – nach eigener Aussage erstmals in Europa – für Werbetreibende und Agenturen eine Lösung an, um die Wirkung von mobiler Außenwerbung gepaart mit den Vorteilen der Online-Werbung in Echtzeit zu analysieren. Sogar während einer laufenden Kampagne lässt sie sich optimieren. Worum geht es: Eine neue Art des Brandings auf Fahrzeugen soll mehr Kosteneffizienz durch den zielgerichteten Einsatz des Werbebudgets versprechen.

Folyo setzt hier auf einen neuen Ansatz: Bisher benutzen werbetreibende Unternehmen Autos als mobile Werbeflächen, jedoch ohne wirklich genau zu wissen, wie viele Menschen diese auch sehen können. „Als erster Anbieter in Europa bieten wir die Möglichkeit, dank integrierter Mobilfunk- bzw. GPS-Bewegungsdaten genau zu wissen, wie viele Kontaktchancen eine Kampagne generieren kann”, sagt Manuel Klabacher, Gründer und CEO von Folyo. „Unternehmen benutzen die mit ihrer Werbung versehenen Fahrzeuge als track- und messbare Werbefläche und bezahlen dementsprechend nur nach Kontaktchancen. Wir garantieren somit eine echte Performance-Messung, Pay-per-view für einen effizienteren Umgang mit dem eingesetzten Budget und Kampagnen-Controlling durch das von uns entwickelte Analyse-Tool.”

Punktgenaue Messmethode – einfaches Handling

Und so funktioniert es: Im Prinzip verwaltet man wie ein Google-Banner über ein intuitives Dashboard seine Kampagnen – angefangen von der Menge der Fahrzeuge, dem festgelegten Stadtabschnitt, bis hin zum Budget und der Maximalanzahl an gefahrenen Kilometern. Mit dem inkludierten Analytics-Tool sind Kampagnen zeitnah ausgewertet. „Ob Engagement über Social Media oder über diverse Below-the-Line-Aktivitäten wie Promotions, Gewinnspiele oder auch Guerilla-Aktionen, die Möglichkeiten, mit potenziellen Kunden zu interagieren, sind sehr groß“, so Klabacher.

Folyo-Gründer Klabacher will möglichen Kunden aber mehr bieten, als „nur” ihre mobile Werbung in Echtzeit zu tracken und zu optimieren. In Verbindung mit Social Media-Kanälen können sie beispielsweise ein gebrandetes Auto los ­schicken und die eigenen Zielgruppe auffordern, in einer Art Schnitzeljagd dieses auf der Straße aufzuspüren, zu fotografieren und auf Facebok im Rahmen eines Gewinnspiels hochzuladen. Zeitgemäßes Marketing, findet der Gründer: „Damit wird die Interaktion mit der eigenen Zielgruppe in jedem Fall deutlich erhöht.“